Der Verein Django Reinhardt Kultur- & Beratung soll helfen, Barrieren zu der sogenannten "Mehrheitsgesellschaft" abzubauen.
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Der deportierten Sinti und Roma gedacht


Kranz an Gedenkstein niedergelegt


Koblenz. Der während der NS-Diktatur verfolgten Sinti und Roma gedachten Jacques Delfeld, Vorsitzender des Landesverbands Rheinland-Pfalz Deutscher Sinti und Roma, Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig sowie weitere rund 50 Menschen am Moselufer. Am 16. Dezember jährte sich zum 75. Mal der sogenannte Auschwitz-Erlass von Heinrich Himmler, der zur Folge hatte, dass alle Sinti und Roma nach Auschwitz deportiert wurden.


















Sie erinnerten an die Opfer der Sinti und Roma während der NS-Diktatur: Rudolf Steinbach (vorn, von links), Galitschei und Nonno Reinhardt sowie Django Reinhardt (hinten, von links), Jacques Delfeld und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig. Foto: Peter Karges 


Delfeld erinnerte vor dem Gedenkstein am Peter-Altmeier-Ufer daran, dass auch aus Koblenz 149 Frauen, Männer und Kinder im März 1943 deportiert wurden. Der Oberbürgermeister hob hervor, dass die Opfer des Nationalsozialismus uns Mahnung gegen jedes Aufkeimen von Rassismus und Diskriminierung sein müssen. Delfeld würdigte die Stadt Koblenz hinsichtlich der Integration. In keiner Stadt in Rheinland-Pfalz funktioniere das Zusammenleben so gut wie hier. Er regte an, eine Straße oder ein Gebäude nach dem im vergangenen Jahr verstorbenen KZ-Überlebenden und Musiker Daweli Reinhardt, der sich in Koblenz auf vielfältige Art für ein gutes Zusammenleben eingesetzt hatte, zu benennen. Der Oberbürgermeister lobte diese Idee und versprach, sich für deren Realisierung einzusetzen. pka


Rhein Zeitung - 19.12.2017

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